Klinikum Mittelbaden

Neue Oase der Ruhe und Begegnung im Hospiz Kafarnaum

Das Bild zeigt einen Gast des Hospizes, der im Pavillon die Aussicht auf den Park genießt.

Vorstellung des Pavillons als Ort der Nähe, Besinnung und Naturverbundenheit

Mit dem neuen Pavillon im Hospiz Kafarnaum erfüllt sich ein Herzenswunsch von Gästen, Angehörigen und Mitarbeitenden: ein geschützter Rückzugsort im Freien, der Raum für Nähe, Trost und gemeinsame Momente bietet.

Die Idee entstand während der Corona-Pandemie. Damals wurde besonders deutlich, wie sehr ein geschützter Ort unter freiem Himmel fehlte. Ein Bereich, an dem Gäste ihre Angehörigen empfangen, Abschied nehmen oder einfach die Natur in geschützter Atmosphäre erleben können. „Am Lebensende ist der Wunsch nach Kontakt und Nähe zu den Zugehörigen immens wichtig. Der Pavillon schafft einen schönen Rahmen – würdevoll, offen und dennoch geborgen“, betont die Kaufmännische Leitung des Hospizes, Carolin Kratzer.

Geplant wurde der Pavillon von den Architekten Herm und Rainaut, gebaut von der Omax Konstrukt GmbH sowie Luca Gartenbau. Die Anlage des Außenbereichs mit den Hortensien gestaltete BG Seiterle aus Baden-Baden. Die Innenausstattung entstand mit großem Engagement in Eigenregie des Leitungsteams und der Mitarbeitenden. Die künstlerischen Akzente setzte die Künstlerin Verena Könekamp, die das Hospiz auch bei weiteren Projekten begleitet.

Die Umsetzung wurde dank einer großzügigen Spende der Scherer Stiftung Baden-Baden möglich. Die verbleibenden Kosten übernahmen das Hospiz gemeinsam mit dem Förderverein und der Stiftung Hospiz Kafarnaum zu gleichen Teilen.

Der Pavillon soll nach Angaben der pflegerischen Leitung, Filomena Strolz künftig vielfältig genutzt werden: für Begegnungen von Gästen und Angehörigen, für Supervisionen und Teamgespräche, für interne Veranstaltungen oder Sommerfeste. Auch stille Momente der Kontemplation, Meditation und der Rückzug in die Natur sind hier möglich.

Eine besondere Symbolkraft tragen die neu gepflanzten weißen und roséfarbenen Hortensien im Park: Sie stehen für Liebe, Zuneigung, Beständigkeit und Blüte. „Werte, die auch im Hospizalltag eine tiefe Bedeutung haben“, sind sich Kratzer und Strolz einig.

Den Welthospiztag am 11. Oktober möchte das Hospizteam auch dazu nutzen, die Öffentlichkeit auf den neuen Pavillon aufmerksam zu machen und den Förderern sowie allen Beteiligten noch einmal für ihren Einsatz und ihre Unterstützung zu danken. Der Tag steht weltweit für die Bedeutung von hospizlicher Begleitung und Palliativversorgung. „Der Pavillon ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass Lebensqualität, Nähe und Würde bis zuletzt möglich sind – auch und gerade im geschützten Rahmen der Natur. Solche Projekte wären ohne Förderer nicht möglich. Danke an alle, die sich rund um die Hospizarbeit einbringen“, so das Leitungsduo abschließend.

Text: Petra Geiger
Bild: Anica Dey
Bildunterschrift: Ausblick vom Pavillon auf den Park