Klinikum Mittelbaden

Ambulanter Pflegedienst erweitert

Team des ambulanten Pflegedienstes vor der zweiten Niederlassung im Pflegeheim Martha-Jäger-Haus in Rastatt

Das Klinikum Mittelbaden stärkt durch den Ausbau des ambulanten Pflegedienstes sein Versorgungsangebot als regionaler Gesamtversorger.

Bereits seit vielen Jahren bietet das Klinikum Mittelbaden (KMB) mit seinem ambulanten Pflegedienst ambulante Versorgungsoptionen in Baden-Baden, Bühl und Umgebung an. Mitte Oktober ging das Team um Pflegedienstleiter Sergej Frank nun auch mit Touren im Stadtgebiet Rastatt und in den Rastatter Ortsteilen an den Start. Die zweite Niederlassung des Pflegedienstes befindet sich im Pflegeheim Martha-Jäger-Haus, das ebenfalls zum KMB gehört. Die Räumlichkeiten im Stadtzentrum boten sich als idealer Ausgangspunkt an, um diesen wichtigen Schritt umzusetzen. Mit der Erweiterung wird die strategische Entwicklung hin zu einem umfassenden Gesamtversorger – ob klinisch, langzeitpflegerisch oder ambulant – konsequent fortgeführt.

Neben den üblichen Versorgungsangeboten möchte das KMB künftig auch eine spezialisierte Wundversorgung anbieten, was den Übergang von der klinischen hin zur ambulanten Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden vereinfachen soll. Durch die Versorgung aus einer Hand sollen Patienten künftig gerade bei komplexen Wunden von einem nahtlosen Übergang zwischen stationärer und ambulanter Betreuung profitieren.

Darüber hinaus könnte die Erweiterung des ambulanten Angebots auch die weitere Umsetzung eines Herzensprojekts in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Kardiologie und Angiologie am KMB unterstützen: die komplexe Versorgung chronisch herzkranker Menschen im häuslichen Umfeld. Dieses innovative Konzept wurde 2024 auch beim ersten Innovationspreis Pflege als Projekt eingereicht. Die Erweiterung des ambulanten Pflegedienstes würde hierfür die passenden Rahmenbedingungen für die weitere Umsetzung des Projekts ermöglichen.

„Mit dem Ausbau unseres ambulanten Dienstes schaffen wir die Grundlage für eine umfassende, vernetzte Versorgung, die sich konsequent an den Bedürfnissen der Menschen orientiert,“ sagt Sergej Frank, Pflegedienstleitung des ambulanten Pflegedienstes. „Besonders stolz wären wir darauf, wenn wir mit der spezialisierten Wundversorgung und der Herzinsuffizienz-Betreuung zwei anspruchsvolle pflegerische Handlungsfelder stärken und die Krankheitskompetenz der betroffenen Menschen im häuslichen Umfeld steigern könnten.“

Auch für Pflegedirektorin Anja König wäre dieser Schritt von großer Bedeutung: „Die Verzahnung von stationärer und ambulanter Pflege ist der Schlüssel zu moderner Versorgung. Unser Ziel ist es, Übergänge nicht nur zu gestalten, sondern sie für Patientinnen und Patienten wie auch für ihre Angehörigen spürbar zu erleichtern, so dass die Betroffenen möglichst lange in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld leben können. Das neue Angebot ergänzt unser bestehendes Portfolio ideal und stärkt die Fachkompetenz unserer Pflegeteams.“

Auch kaufmännisch betrachtet fügt sich die Erweiterung nahtlos in die Gesamtstrategie des KMB ein: „Mit der Erweiterung unseres ambulanten Angebots festigen wir unsere Rolle als integrierter Gesamtversorger. Gleichzeitig sind die Ambulantisierung und der Ausbau von Nachsorgeleistungen entscheidende Bausteine für eine zukunftsorientierte Versorgung. Die Stärkung unseres ambulanten Dienstes und die neuen spezialisierten Angebote sind dabei ein wichtiger Schritt auf diesem Weg“, betont Felix Brenneisen als Kaufmännischer Geschäftsführer. „Mit dem Ausbau des ambulanten Dienstes setzen wir als KMB ein starkes Zeichen für zukunftsorientierte, integrierte Pflege und stärken zugleich die regionale Gesundheitsversorgung in Mittelbaden – kompetent, verlässlich und menschlich nah.“

Text: Petra Geiger
Bildquelle: Anica Dey
Bildlegende: Team des ambulanten Pflegedienstes vor der zweiten Niederlassung im Pflegeheim Martha-Jäger-Haus in Rastatt