Klinikum Mittelbaden

Pallimus für das Klinikum Mittelbaden in Baden-Baden

Spendenübergabe der Pallimus

Der Verein Pallium e.V. spendet zehn stille Begleiter

Sie sollen Trost spenden, Mut machen und in schwierigen Momenten einfach nur da sein. Pallium e.V. hat der Klinikleitung in Baden-Baden zehn Pallimus übergeben. Sie können überall da eingesetzt werden, wo sie Patientinnen und Patienten guttun.

Die farbenfrohen Begleiter aus Stoff haben zwei Seiten mit zwei unterschiedlichen Gesichtern. Ferner verfügt der Pallimu über eine besonders weiche Haptik und mit seinen verschiedenen Bändeln über spezielle Fühlelemente, die gerade bei Kindern sehr gut ankommen. „Der Pallimu hat ein fröhliches und ein trauriges Gesicht. Er kann unter anderem dabei helfen, Gefühle auch ohne Worte auszudrücken. Durch ihn kann Verständigung ermöglicht werden, gerade auch für Erkrankte, denen Sprechen schwerfällt oder die ihre Gefühle nicht in Worte fassen können. Auch Kinder jeden Alters können wir mit dem anschmiegsamen und weichen Begleiter gut erreichen“, berichtet c, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, im Zuge der Spendenübergabe.

„Es gibt Situationen, in denen sich nicht mehr alles mit Worten ausdrücken lässt“, ergänzt Caroline Brenneisen, Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes innerhalb des Vereins. “Genau in solchen Momenten kann der Pallimu ein stiller und sehr hilfreicher Begleiter sein. Er kann zum Ausdruck bringen, wie es den Betroffenen gerade geht und gleichzeitig kann er ein Gefühl von Nähe und Geborgenheit vermitteln.“

Wo die gespendeten Pallimus schlussendlich zum Einsatz kommen, entscheidet die Klinik selbst. Für den Verein steht kein Klinikbereich im Vordergrund, sondern eher die Frage, wo ein Pallimu hilfreich sein kann. „Wir wünschen uns, dass möglichst viele Menschen davon profitieren. Unsere Arbeit dreht sich nicht nur um Sterben und Tod, sondern genauso um das Leben und darum, Menschen in schwierigen Zeiten gut zu begleiten“, sind sich Schulz und Brenneisen einig. In dem Zusammenhang zitiert Caroline Brenneisen einen Satz, der ihr aus einem Workshop besonders in Erinnerung geblieben ist: „Den Tod umarmen und mit dem Leben tanzen.“

Mit großer Freude haben Klinikdirektorin Heike Ullrich-Bunge, der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Dr. Markus Kratz und Pflegedienstleitung Heike Himmelsbach die stillen Begleiter in Empfang genommen.

„Gerade für chronisch kranke Kinder, die wiederholt klinisch behandelt werden müssen, können die Pallimus für die Verständigung sehr hilfreich sein wie auch Trost spenden“, hebt der Klinikchef bei der Übergabe hervor. „Kinder zeigen oft sehr unmittelbar, was sie fühlen, finden dafür aber nicht immer die richtigen Worte oder sind noch zu klein. Die beiden Gesichter des Pallimu können dabei eine Brücke sein. Und manchmal hilft es bereits, einfach etwas Vertrautes im Arm zu halten.“

Auch die Klinikdirektorin und die Pflegedienstleitung sehen gerade in der nonverbalen Kommunikation einen besonderen Wert. „Nicht jeder Mensch kann in einer belastenden Situation sagen, was ihn beschäftigt oder wovor er Angst hat“, sagt Ullrich-Bunge. „Der Pallimu kann unseren Mitarbeitenden auch dabei helfen, solche Signale wahrzunehmen und aufzugreifen“, ergänzt Himmelsbach.

Die zehn gespendeten Pallimus sollen aktuell in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin zum Einsatz kommen. Es sind künftig aber auch Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Altersmedizin, der Onkologie oder der Inneren Medizin denkbar.

Mit der Spende will Pallium e. V. vor allem eines erreichen. Der stille Begleiter soll dort ankommen, wo er gebraucht wird. Er soll schwerkranken Menschen und Kindern in schwierigen Momenten etwas geben, das sich medizinisch kaum verordnen lässt: Wärme, Geborgenheit, Mitgefühl und Halt.

Text & Bild: P. Geiger
P.v.l.n.r: J. Schulz, H. Himmelsbach, Dr. M. Kratz, H. Ullrich-Bunge, C. Brenneisen
Bildunterschrift: J. Schulz und C. Brenneisen von Pallium e.V. übergeben die Pallimus an die Klinikleitung in Baden-Baden.

Die beiden Gesichter des Pallimu
Die beiden Gesichter des Pallimu