Die Klinik für Kardiologie und Angiologie des Klinikums Mittelbaden bietet im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung am Donnerstag, 12. November, um 18 Uhr in Rastatt ein Gesundheitsforum zum Vorhofflimmern an.
Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung in Deutschland: Bis zu zwei Millionen Menschen sind nach Angaben der Deutschen Herzstiftung betroffen. Vorhofflimmern ist tückisch, denn es bleibt oft eine unerkannte Gefahr für die Gesundheit: „Oft bleibt die Erkrankung unbemerkt, obwohl sie harmlose oder spürbare Warnsignale wie Herzrasen, Luftnot oder Schwindel auslösen kann“, sagt Dr. Clemens Potocnik, der gemeinsam mit Dr. Matthias Merkel die Klinik für Kardiologie und Angiologie leitet. „Ohne Behandlung steigt das Risiko für Schlaganfälle und Herzschwäche drastisch“, fügt Dr. Matthias Merkel hinzu.
Um Menschen über das Vorhofflimmern zu informieren, widmet die Deutsche Herzstiftung die diesjährigen Herzwochen, die traditionell im November stattfinden und an denen sich die Klinik für Kardiologie und Angiologie wieder beteiligt, dem Thema „Herz aus dem Takt – Vorhofflimmern erkennen und handeln“. In drei Vorträgen, die von den beiden Chefärzten moderiert werden, informieren erfahrene Kardiologinnen und Kardiologen des KMB über Vorhofflimmern, Früherkennung, Risikofaktoren sowie moderne Diagnose- und Behandlungsmethoden:
- Stefan Haufe: „Neues zur medikamentösen Therapie bei Vorhofflimmern“
- Franziska Ostermann: „Vorhofflimmern – oft die unerkannte Gefahr“
- Maria Vlasaki: „Behandlung des Vorhofflimmerns“
Vorhofflimmern erfordert eine langfristige und individuell angepasste Behandlung. Ziel der Therapie ist es, schwere Folgen zu verhindern und zu vermeiden, dass die Störung dauerhaft wird. Eine wichtige Behandlungsoption sind Medikamente, die den Puls verlangsamen, den Herzschlag normalisieren und dadurch Beschwerden sowie Leistungseinschränkungen lindern. Wenn Behandlungsoptionen wie Medikamente ausgereizt sind, kann eine elektrophysiologische Untersuchung mit anschließender Ablation erforderlich werden. Ein zentraler technologischer Schwerpunkt in der Behandlung des Vorhofflimmerns liegt im KMB auf der Ablation, die als eine der effektivsten Behandlungsmethoden gilt: „Bei diesem minimal-invasiven Eingriff werden die fehlerhaften elektrischen Signalquellen im Herzen gezielt verödet, um das Herz dauerhaft wieder in den richtigen Takt zu bringen“, so der auf diesem Gebiet sehr erfahrene Kardiologe Dr. Matthias Merkel.
Das Gesundheitsforum zum Vorhofflimmern findet am Donnerstag, 12. November, um 18 Uhr im Klinikum Mittelbaden Rastatt (Engelstraße 39, 76437 Rastatt, Konferenzraum 2. OG) statt. Die Teilnahme ist kostenfrei und vorab ist keine Anmeldung erforderlich. Zur Sicherheit gilt es zu beachten, dass vor Ort nur begrenzt Sitzplätze zur Verfügung stehen.
Info: Ein weiteres Gesundheitsforum mit identischem Inhalt findet am Donnerstag, 26. November, um 18 Uhr im Klinikum Mittelbaden in Baden-Baden (Balger Straße 50, 76532 Baden-Baden, Hörsaal EG) statt.

