Klinikum Mittelbaden

Ein Austausch über Grenzen hinweg

Fachlicher Austausch im Simulationszentrum des Klinikums Mittelbaden: Die französische Delegation informierte sich über verschiedene Trainingsbereiche und diskutierte mit den deutschen Kollegen über Pflege, Ausbildung und Simulation.

Klinikdelegation aus Haguenau im Rahmen des Eurodistricts PAMINA zu Gast im Simulationszentrum des Klinikums Mittelbaden

Die Themen Pflege, Aus-, Fort- und Weiterbildung wie auch das Kennenlernen des Simulationszentrums standen im Mittelpunkt eines grenzüberschreitenden Austauschs zwischen dem Klinikum Mittelbaden und dem Centre Hospitalier de Haguenau. Der Besuch zeigte viele Gemeinsamkeiten wie auch potentielle Anknüpfungspunkte für eine weitere Zusammenarbeit innerhalb des Eurodistricts PAMINA auf.

Eine dreiköpfige Delegation des Centre Hospitalier de Haguenau war zu Gast im Klinikum Mittelbaden. Neben der Pflegedirektorin Patricia Krill nahmen mit Mathieu Zimpfer und Pierre Langel zwei weitere Mitarbeitende aus dem Pflegedienst teil, die schwerpunktmäßig in der Notfallversorgung, der Anästhesie und im Operationsbereich tätig sind und zugleich Erfahrung im Bereich Simulation mitbringen. Begleitet wurde die Delegation von Seiten des Eurodistricts durch Aurélie Boitel und Lisa Oddoz. Auf Seiten des Klinikums beteiligten sich Pflegedirektorin Ute Heinrich, der Rastatter Klinikdirektor Dr. Andreas Eichenauer sowie die Leiterin des Simulationszentrums Lisa Rüttiger an dem gemeinsamen Austausch.

Im Mittelpunkt stand eine Führung durch das vor einem Jahr neu eröffnete Simulationszentrum. Die Gäste erhielten dabei Einblicke in die Simulationstrainings in allen relevanten Versorgungssettings: von der pädiatrischen Versorgung über komplexe Notfall- und OP-Szenarien bis hin zur ambulanten Pflege und der Akut- und Langzeitpflege. Auch der Blick in einen Rettungswagen stand auf dem Programm. Im Zuge des Treffens erfolgte auch ein intensiver Austausch über Gemeinsamkeiten wie auch Unterschiede in der Aus-, Fort- und Weiterbildung beider Länder.

„Der Austausch hat gezeigt, dass uns viele Fragestellungen verbinden, auch wenn die Strukturen in Deutschland und Frankreich unterschiedlich sind. Gerade bei Aus- und Weiterbildung können wir in jedem Fall voneinander profitieren“, fasst Ute Heinrich ihre Eindrücke vom aktuellen Treffen zusammen.

Auch Lisa Rüttiger sieht als Leitung der Akademie und des Simulationszentrums, großes Potenzial für die Zusammenarbeit: „Mit gemeinsamen Trainings in Notfallmanagement/CRM können wir die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Kommunikation in Notfallsituationen über Ländergrenzen hinweg stärken. Unser neues Escape-Room-Konzept für Auszubildende in der Pflege bietet für unsere französischen Nachbarn interessante Möglichkeiten, Lerninhalte praxisnah und spielerisch zu vermitteln. Möglich wurde unser Simulationszentrum im Klinikum Mittelbaden durch die großzügige Förderung der Helga-Schulz-Zöller-Stiftung.“

„Der Besuch des Simulationszentrums war für uns sehr inspirierend. Besonders die Möglichkeiten der simulationsgestützten Ausbildung und das neue Escape-Room-Konzept haben uns viele Anregungen gegeben. Den gemeinsamen Austausch möchten wir in jedem Fall fortsetzen“, zog die Pflegedirektorin des Centre Hospitalier de Haguenau, Patricia Krill ebenfalls ein durchweg positives Fazit.

Konkrete Themen für weitere Besuche wurde bereits in den Fokus genommen: Das Klinikum Mittelbaden interessiert sich insbesondere für das OP-Management und das Notfallmanagement in Haguenau. Auf französischer Seite besteht besonderes Interesse an den Simulationstrainings in der Ausbildung.

Die beiden Mitarbeiterinnen des Eurodistricts Aurélie Boitel und Lisa Oddoz bewerten den Austausch ebenfalls sehr positiv: „Aus dem ersten Kennenlernen sind bereits konkrete Themen für eine weitere Zusammenarbeit entstanden. Entscheidend ist, dass auf beiden Seiten großes Interesse besteht, den Austausch fortzuführen und im Zuge des Projekts zeitnah weitere Termine ins Auge gefasst werden.“

Hintergrundinformationen

Die Zusammenarbeit ist Teil des Interreg-VI-A-Projekts „Territoire de santé PAMINA Gesundheitsregion“. Es knüpft an das frühere Projekt „Offre de soins PAMINA Gesundheitsversorgung“ an und verfolgt das Ziel, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen weiter auszubauen.

Die Kooperation zwischen dem Klinikum Mittelbaden und dem Centre Hospitalier de Haguenau besteht seit 2025 und ist Teil des Interreg-VI-A-Projekts „Territoire de santé PAMINA Gesundheitsregion“. Neben Pflege und Ausbildung arbeiten die Partner auch in den Bereichen Orthopädie und Unfallchirurgie, Physiotherapie, Kardiologie, Nachhaltigkeit und Arbeitgeberattraktivität zusammen.

Bereits im Februar dieses Jahrs hatten sich Vertreter beider Kliniken sowie deutscher und französischer Krankenkassen am Klinikum in Baden-Baden zum Thema Ambulantisierung und Entlassungsmanagement ausgetauscht. Mit dem aktuellen Besuch rückten nun Pflege, Ausbildung, Simulation und Arbeitgeberattraltivität stärker in den Fokus.

Bildunterschrift:
Gruppenbild (Petra Geiger): Fachlicher Austausch im Simulationszentrum des Klinikums Mittelbaden: Die französische Delegation informierte sich über verschiedene Trainingsbereiche und diskutierte mit den deutschen Kollegen über Pflege, Ausbildung und Simulation.

Zusatzbild (Anica Dey): Pflegedirektorin Patricia Krill lässt sich im Simulationszentrum die Möglichkeiten zur Versorgung von Frühgeborenen am Frühchen-Simulator Paul zeigen.

Text: P. Geiger

Pflegedirektorin Patricia Krill lässt sich im Simulationszentrum die Möglichkeiten zur Versorgung von Frühgeborenen am Frühchensimulator Paul zeigen.

Pflegedirektorin Patricia Krill lässt sich im Simulationszentrum die Möglichkeiten zur Versorgung von Frühgeborenen am Frühchen-Simulator Paul zeigen. 

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Hinweise zum Projekt: Territoire de santé PAMINA Gesundheitsregion