Klinikum Mittelbaden

Ein Nikolaus, der in Begleitung aus der Höhe kommt und für strahlende Kinderaugen sorgt

Höhenretter im Einsatz bei der bundesweiten Nikolausaktion

Höhenretter der Berufsfeuerwehr Baden-Baden und der Freiwilligen Feuerwehr Bühlertal beteiligen sich erneut an der bundesweiten Nikolausaktion der Höhenretter.

Am 5. Dezember wurde die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin wieder zum Schauplatz einer spektakulären Aktion, die vor Ort nicht nur Kinderherzen höherschlagen ließ. Die Höhenretter der SRHT Mittelbaden (spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen) sorgten mit ihrer spektakulären Aktion nicht nur für Staunen, sondern schenkten den jungen Patientinnen und Patienten mit ihrem Einsatz ein außergewöhnliches und unvergessliches Nikolauserlebnis.

Die bundesweite Nikolausaktion der Höhenretter wurde 2016 ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, Kindern in Krankenhäusern, Kinderheimen und anderen Einrichtungen in der Vorweihnachtszeit durch spektakuläre Aktionen und kleine Geschenke eine besondere Freude zu bereiten. Seitdem beteiligen sich Höhenretterteams aus ganz Deutschland an der Aktion, um erkrankte oder benachteiligte Kinder zu unterstützen und ihnen unvergessliche Momente zu schenken.

Bereits 2023 und 2024 begeisterte die Nikolausaktion für die Kinderklinik am Klinikum Mittelbaden die kleinen und großen Zuschauer – ein Erfolg, der die Entscheidung bei allen Beteiligten leicht machte, die Tradition auch dieses Jahr wieder fortzusetzen. Gegen 15 Uhr war es dann soweit und das Team gab in rund 30 Metern Höhe eine beeindruckende Kostprobe ihres Könnens an einer Drehleiter. Mit beeindruckender Präzision seilten sich die Spezialkräfte begleitet vom Nikolaus über einen Drehleiter ab.

„Ziel unserer Initiative ist es, kranken Kindern ein außergewöhnliches Erlebnis zu schenken, ihnen Mut zu machen und für einen Moment den Klinikalltag vergessen zu lassen“, erklärt der Baden-Badener Feuerwehrkommandant, Christian Pilardeaux.

„Wir als Höhenretter wollten den Kindern zeigen, dass selbst in schwierigen Momenten etwas Magisches passieren kann“, ergänzt der zuständige Leiter der Höhenrettungseinheit bei der Berufsfeuerwehr Baden-Baden, Thomas Schweikert. „Dass so viele begeisterte kleine und große Fans vor Ort auf uns gewartet haben, berührt uns sehr.“

Auch Baden-Badens Erster Bürgermeister Alexander Wieland, der seit dem ersten Dezember auch für das Amt für Brand- und Bevölkerungsschutz zuständig ist, zeigt sich sichtlich beeindruckt von der Aktion und dem Engagement aller Beteiligten. „Solche Aktionen zeigen, wie stark unser Zusammenhalt ist. Die Kombination aus Professionalität, Ehrenamt und Herzblut ist beeindruckend. Gerade in herausfordernden Zeiten brauchen Familien positive Erlebnisse und genau das gelingt unseren Feuerwehren wie auch allen anderen Beteiligten hier. Dieses Engagement macht unsere Region nicht nur sicherer, sondern auch menschlicher. Darauf können wir alle wirklich stolz sein.“

Dr. Markus Kratz, der Chef der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ergänzt: „Für die Kinder ist das etwas ganz Besonderes. Sie freuen sich schon den ganzen Tag wie Bolle. Diese Momente geben Kraft und bleiben lange in Erinnerung.“

Seinen Angaben zufolge befinden sich aktuell 18 Kinder in stationärer Behandlung. Einige können die Aktion direkt auf der Klinikterrasse verfolgen, andere müssen leider das Bett hüten, bekommen aber über die Außenbalkone Besuch und Geschenke vom Nikolaus.

Erstmals kamen dieses Jahr auch Kinder und Jugendliche des Kinder- und Jugendheims Baden-Baden in den Genuss dieses spannenden Events.

Nach der sicheren Landung des Nikolaus und seiner Begleitung wurden Geschenke an alle Kinder überreicht. Möglich wurde dies durch Sachspenden der Röttinger Unternehmensgruppe. Die Bäckerei Bähr sorgte mit frischen Weckmännern für das leibliche Wohl der Kinder und Jugendlichen. Und Dank der Bürgerstiftung Baden-Baden bot eine Fotobox Gelegenheit für viele ausgelassene Schnappschüsse. Es entstanden tolle Erinnerungsbilder.

Ferner hatten Kinder, Jugendliche, Eltern wie auch alle Interessierten die Möglichkeit, die Feuerwehrfahrzeuge genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein Programmpunkt, der bei Jung und Alt gut ankam.

Ein herzliches Dankeschön gilt den engagierten Feuerwehrleuten der Feuerwehr Baden-Baden, Abteilung Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Bühlertal sowie den ganzen Unterstützern der Aktion. Ihr Einsatz zeigt, wie wichtig Solidarität und Mitgefühl für unsere Gemeinschaft sind. Mit ihrem Engagement setzen sie ein starkes Zeichen der Unterstützung für Kinder und Jugendliche und sorgen für Abwechslung im Klinikalltag

Hintergrundinformationen zu den Höhenrettern

Die „Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen“ (SRHT) sind hochqualifizierte Einheiten, die für besondere Einsatzlagen ausgerüstet sind – überall dort, wo herkömmliche Rettungsmittel an ihre Grenzen stoßen.

  • Aktuell gehören zum SRHT Mittelbaden 27 ausgebildete Höhenretter
  • 16 Einsatzkräfte bei der Berufsfeuerwehr Baden-Baden
  • 11 Einsatzkräfte bei der Freiwilligen Feuerwehr Bühlertal.
  • Die beiden Einheiten werden im Ernstfall gemeinsam alarmiert

Wie wird man Höhenretter?

Der Weg in die SRHT ist anspruchsvoll. Notwendig sind:

  • eine abgeschlossene Feuerwehrausbildung,
  • die Qualifikation als Rettungssanitäter,
  • der Status als Atemschutzgeräteträger
  • die Bewerber müssen einen speziellen Eignungstest bestehen, bei dem Teamfähigkeit und Schwindelfreiheit im Fokus stehen.
  • Bestehen sie diesen, folgt die Grundausbildung Höhenrettung mit insgesamt 80 Ausbildungsstunden.

Damit die Teams jederzeit auf dem neuesten Stand bleiben, trainieren sie kontinuierlich sowohl am Seil als auch im medizinischen Bereich. Die Einsätze reichen von Industriekonstruktionen über Bauwerke und Türme bis zu Rettungen aus tiefen Schächten oder unwegsamem Gelände.

Text & Foto: Petra Geiger