Klinikum Mittelbaden

Handgefertigt mit Herz: Wie die Bewohner der Hub für Vielfalt in den Regalen des Therapieladens sorgen

Das Bild zeigt getöpferte Schalen in verschiedenen Größen, die man im Therapieladen der Hub erwerben kann.

Bunt getöpferte Schälchen und Tassen, kunstvolle Holzkreationen, liebevoll gestaltete Grußkarten, Mobiles, Gartendeko, Vogelhäuschen, Nistkästen, Strickwaren und vieles mehr: Im Therapieladen des Pflege- und Betreuungszentrums Hub gibt es allerhand Geschenkideen und schöne Dinge – und zwar nicht nur an Weihnachten oder Ostern.

 Bei Justin sitzt jeder Handgriff: In einer Rekordzeit von rund 15 Minuten baut der Bewohner der Hub in der hauseigenen Schreinerei einen Nistkasten für Blaumeisen zusammen. 26 Zentimeter Durchmesser muss das Loch haben, damit die Vögel ihren Weg in den Kasten finden, weiß er. Vier verschiedene Nistkästen-Modelle für unterschiedliche Vogelarten werden in der Holzwerkstatt in Ottersweier gefertigt – genau nach Anleitung des Naturschutzbunds (NABU). Die Nistkästen werden entweder im Auftrag für den NABU, für Firmen, Privatpersonen oder zum Verkauf im Therapieladen gefertigt. Und dort gibt es neben Nistkästen noch viele weitere schöne Dinge, die in den Werkstätten der Hub entstanden sind. Je nach Jahreszeit wechselt die Produktpalette. „Die Verkaufsschlager im Sommer sind aber definitiv die Nistkästen, Vogelhäuser sowie Vogeltränken aus Ton und Salatschüsseln“, berichtet Dagmar Adam, Teamleiterin aus dem Bereich Tagesstruktur.

Prämie als Anerkennung für die Arbeit

Alle Produkte im Therapieladen entstehen in den vier Werkstätten der Hub, sind Bestandteil der Therapie. „Die Bewohner geben sich sehr viel Mühe, sind mit Freude bei der Sache und haben großes Interesse daran, welche Produkte sich gut verkaufen“, ergänzt Lorena Panther, die in der Tagesstruktur die Bereiche Ton, Textil und Pappe betreut. Von den Einnahmen der verkauften Produkte erhalten die Bewohner eine Prämie als Anerkennung für ihre Arbeit. „Und wenn die Produkte gekauft werden, bekommen sie das Signal, dass ihre produzierten Sachen gebraucht werden“, sagt Dagmar Adam.

Auch Justin hat durch die Arbeit in der Schreinerei mehr Struktur in seinen Tagesablauf bekommen: „Wir haben feste Start- und feste Pausenzeiten und klar geregelte Abläufe“, sagt Viola Eschner, die den Holzbereich in der Hub betreut. Die Produkte werden auch regelmäßig auf den beliebten Oster- und Adventsmärkten angeboten. Auch hier helfen die Bewohner tatkräftig mit.

„Viele Menschen in der Region wissen jedoch nicht, dass unser Therapieladen auch während des gesamten Jahres geöffnet hat und hier viele Geschenkideen, nützliche und schöne Dinge warten“, sagt Dagmar Adam. Der Therapieladen befindet sich im Eingangsbereich von „Haus Hornisgrinde“. Der Laden ist nicht durchgängig mit Personal besetzt: „Wer klingelt und dann kurz vor dem Lädele wartet, kommt rein“, sagt Dagmar Adam.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 8 bis 11 Uhr
Montag, Mittwoch, Donnerstag: 13 bis 16 Uhr
Kontakt: Hub.Tagesstruktur@klinikum-mittelbaden.de

Blick in den Therapieladen und die Werkstatt: