Klinikum Mittelbaden

Gute Nachrichten aus Stuttgart: Klinikum Mittelbaden erhält Landesmittel aus dem Jahreskrankenhausbauprogramm 2026

Gute Nachrichten für den Gesundheitsstandort Mittelbaden: Das Klinikum Mittelbaden (KMB) ist in das baden-württembergische Jahreskrankenhausbauprogramm 2026 aufgenommen worden. Das Landesprogramm beinhaltet zum einen Fördermittel für die Umsetzung der Brandschutzmaßnahmen am Klinikstandort in Baden-Baden. Hierfür hat das KMB 12,749 Millionen Euro beantragt. Parallel wird auch die erste Planungsrate für den Neubau des Zentralklinikums bewilligt. „Die Höhe der Planungsrate wird gemeinsam mit dem Klinikträger festgelegt und orientiert sich sowohl an der prognostizierten Bausumme als auch am geplanten Mittelabfluss“, erklärt das Sozialministerium in seiner Mitteilung.

„Die Förderung aus Stuttgart gibt uns eine Perspektive für den Erhalt unserer Bestandsimmobilien, die Planungsrate gibt uns Sicherheit bei der Planung des Neubaus – beides sind wichtige Signale, die uns in der angespannten finanziellen Situation nun etwas Luft zum Atmen verschaffen“, so Felix Brenneisen, kaufmännischer Geschäftsführer des KMB.

Mit dem Landesbauprogramm setzt die Landesregierung einen starken Impuls für die Gesundheitsversorgung vor Ort. Im Doppelhaushalt 2025/2026 stehen insgesamt rund 1,07 Milliarden Euro für die Investitionsförderung der Krankenhäuser bereit – ein deutliches Plus gegenüber dem vorherigen Doppelhaushalt und ein klares Signal für eine wohnortnahe, moderne Patientenversorgung.

Dennoch bleibt die finanzielle Lage der Kliniken angespannt – nicht nur in Mittelbaden: Nach wie vor stehe der Bund bei der dringend notwendigen Nachsteuerung der Krankenhausreform auf der Bremse, wird Gesundheits- und Sozialminister Manne Lucha in der Mitteilung des Sozialministeriums zitiert. „Verlässliche Krankenhausplanung setzt voraus, dass alle Akteure ihrer Verantwortung gerecht werden. Das Land übernimmt diesen Part unter anderem mit dem Jahreskrankenhausprogramm. Entscheidend ist aber auch, dass der Bund die Krankenhäuser bei den laufenden Betriebskosten ausreichend unterstützt“, appelliert auch KMB-Geschäftsführer Felix Brenneisen. Trotz der Unterstützung des Landes müssen die beiden Klinikgesellschafter Landkreis Rastatt und Stadtkreis Baden-Baden einen Großteil der erforderlichen Investitionen tragen. So hat aktuell der Kreistag den Investitionszuschuss des Landkreises Rastatt in Höhe von sechs Millionen Euro in seiner Sitzung am 10. Februar einstimmig beschlossen.

Info: Im Rahmen des Jahreskrankenhausbauprogramms 2026 fördert das Land 14 Baumaßnahmen und sechs Planungsraten an Kliniken in ganz Baden-Württemberg mit 248 Millionen Euro. Einerseits werden laufende Baumaßnahmen wie im Brandschutz gefördert, für die Kliniken bestimmte Summen beantragen. Die genannten Summen sind die angemeldeten Gesamtkosten der einzelnen Maßnahmenpakete, die baufachlich und förderrechtlich noch im Detail geprüft werden müssen. Andererseits werden über Planungsraten große anstehende Baumaßnahmen wie der Neubau eines Klinikums gefördert, um Planungssicherheit zu schaffen. Eine Planungsrate beschreibt dabei nicht die tatsächlichen Kosten, sondern wovon bei der Planung ausgegangen wird.

Hier geht es zur Pressemitteilung des Sozialministeriums.

Fotos: MediNet (Drohnenaufnahme Balg)
Benjamin Wedewart/Landkreis Rastatt (Drohnenaufnahme Münchfeldsee)

Für den Klinikneubau am Rastatter Münchfeldsee hat das Land die erste Planungsrate bewilligt. Auch der Klinikstandort Baden-Baden profitiert von den Fördermitteln aus Stuttgart (großes Bild oben).