Profis aus dem Klinikum Mittelbaden und der DRK-Kreisverbände in der Region schulen vom 22. bis 26. September rund 700 Schülerinnen und Schüler an neun Schulen in Baden-Baden und in Rastatt.
Wenn das Herz plötzlich stillsteht, zählt jede Sekunde. Deshalb steht für rund 700 Schülerinnen und Schüler in Baden-Baden, Bühl, Sinzheim und Rastatt vom 22. bis 26. September Reanimation auf dem Stundenplan. Gemeinsam mit den ortsansässigen DRK-Kreisverbänden vermitteln Expertinnen und Experten des Klinikums Mittelbaden (KMB) während der bundesweiten Woche der Wiederbelebung 2025 wieder lebensrettende Basismaßnahmen.
Unter dem Motto – Prüfen. Rufen. Drücken – trainieren die Jugendlichen, wie sie im Notfall helfen können: Atemkontrolle, Notruf 112 und Herzdruckmassage mit mindestens 100 Kompressionen pro Minute – bis professionelle Hilfe eintrifft.
„Ohne die großartige Unterstützung des DRK-Kreisverbandes Bühl-Achern mit seinem Rettungsdienst sowie den DRK-Kreisverbänden Baden-Baden und Rastatt wäre dieses Projekt in diesem Umfang nicht möglich“, betont Priv.-Doz. Dr. Thomas Iber, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin sowie Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Mittelbaden. „Wir danken dem DRK-Kreisverband Baden-Baden e.V., dem DRK-Kreisverband Bühl-Achern e.V. und dem DRK-Kreisverband Rastatt e.V. für die enge Zusammenarbeit. Gemeinsam konnten wir seit 2013 bereits über 6200 Schülerinnen und Schüler in Basismaßnahmen der Wiederbelebung ausbilden.“
Koordination und KMB-Teams vor Ort
Koordiniert wird die Woche der Wiederbelebung von der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin des KMB. Vor Ort begleitet wird sie für die Schulen in Baden-Baden und Bühl durch Oberarzt Dr. Timo Meier und Anästhesie- und Intensivpflegerin Diana Bauer sowie für die Schulen in Rastatt durch Oberarzt Dr. Markus Rieger und Notfallmanager Marco Kühn.
Herzstillstand – jeder kann helfen
Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen, meist im privaten Umfeld. „Die Überlebenschancen steigen enorm, wenn sofort mit der Herzdruckmassage begonnen wird“, erklärt Dr. Meier. „Darum ist es entscheidend, dass schon Jugendliche lernen, in solchen Situationen sicher zu handeln.“
„Mit Trainingspuppen und AED-Geräten üben die Schülerinnen und Schüler, ihre neuen Fähigkeiten sofort praktisch umzusetzen – ein wichtiger Schritt, um Ängste abzubauen und Selbstvertrauen zu gewinnen“, ergänzt Dr. Rieger.
Den Erfahrungen der beiden Oberärzte zufolge sind die Jugendlichen neben den Informationen und praktischen Übungen rund um das Thema Laienreanimation auch immer sehr an den Berufsbildern der beteiligten professionellen Lebensretter interessiert, sodass es vor Ort immer wieder zu angeregten Fragen und Gesprächen kommt.
Hintergrund
Mit der Aktion setzen Klinikum Mittelbaden und die DRK-Kreisverbände ein starkes Signal für die Bedeutung der Laienreanimation in der Region Mittelbaden. Diese regionale Initiative trägt nachweislich zu steigenden Reanimationsquoten in der Region bei, die im deutschen Reanimationsregister über dem Bundesdurchschnitt liegen.
Unter dem bundesweiten Leitmotiv „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ verfolgen der Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) das Ziel, Hemmschwellen in der Bevölkerung abzubauen und mehr Menschen zu befähigen, Leben zu retten.
Weitere Informationen: https://www.einlebenretten.de
Text: Petra Geiger
Bild: Anica Dey
Bildlegende: Das Schulungsteam im Einsatz

