Klinikum Mittelbaden

Warum eine „ganze“ Knieprothese, wenn auch eine „halbe“ ausreicht?

Das Bild zeigt die Veranstaltungsankündigung für das Gesundheitsforum am 15. Oktober

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Mittelbaden Rastatt lädt am 15. Oktober um 17 Uhr zu einem Gesundheitsforum über die sogenannte Schlittenprothese ein – eine schonende Alternative zur Vollprothese bei Kniearthrose.

Kniearthrose gehört zu den häufigsten Erkrankungen unserer Zeit. Oft bleibt nach konservativen Therapien nur der Einsatz eines künstlichen Gelenks – bundesweit rund 180.000 Mal jährlich. Doch nicht immer ist eine Totalendoprothese nötig.

„Wenn nur ein Gelenkabschnitt betroffen ist und die Stabilität der Kniebänder erhalten bleibt, kann eine Teilprothese eingesetzt werden“, erklärt Oberärztin Dr. Nadine Binswanger, Hauptoperateurin am zertifizierten Endoprothetikzentrum in Rastatt. Die Schlittenprothese sei knochensparend, schone das Gewebe, gehe mit geringeren Schmerzen, einer besseren Beweglichkeit und oft auch mit einem natürlicheren „Kniegefühl“ einher. Durch den kürzeren Reha-Verlauf sei auch die Rückkehr in Alltag und Sport schneller möglich. Sollte die Arthrose später fortschreiten, könne die Schlittenprothese Binswanger zufolge unkompliziert gegen eine Vollprothese ausgetauscht werden.

Das Klinikum Mittelbaden Rastatt ist seit 2014 nach EndoCert® zertifiziert und seit 2019 Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung. Mit jährlich rund 1.000 Kunstgelenksoperationen zählt es zu den führenden Einrichtungen der Region. Bereits ein Drittel aller eingesetzten Knieprothesen sind Teilprothesen – Tendenz steigend.

Der Vortrag findet am 15. Oktober um 17 Uhr im Konferenzraum (2. OG) des Klinikums Mittelbaden in Rastatt statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Sitzplätze begrenzt sind, bitten wir vorsorglich um vorherige Anmeldung via E-Mail (ra-ortho@klinikum-mittelbaden.de). Im Anschluss beantwortet die Oberärztin Fragen. Zudem gibt es die Möglichkeit, moderne Implantate direkt am Infostand kennenzulernen.

Text: Petra Geiger